|
|
|
Der Kongress begann schon im Vorfeld für einige sehr aufregend, nämlich für die Prüflinge der Deutschen Gesellschaft für Vedische Astrologie (DGVA). Vinay Aditya, Leiter des Institutes of Vedic Astrology in Delhi, prüfte auf Herz und Nieren, Mag. Maria Luise Mathis und Dipl. Psych. Raffael Gil Brand waren Beisitzende der Prüfungskommission. Erfreulicherweise haben alle die Prüfung bestanden. Herzlichen Glückwunsch! |
|
|
|
Am Freitag, den 7.5.2010 hielt Nalini (Tom Hopke, USA) einen Ganztagsworkshop mit dem Thema "Erprobte Techniken in der Deutung und bei der Prognose". Einmal mehr schärfte er unseren Blick auf das Wesentliche im Horoskop. Anhand berühmter Persönlichkeiten zeigte er auf seine bekannt humorvolle Art, wie man mit dem Lagnesh (Herrscher des AC), den Yogas (planetare Konstellationen), der Kombination von Dasa-Bhukti-Herrschern (planetare Herrscher eines bestimmten Lebensabschnittes), dem Varshaphala (Solar) und dem Gochara (Transite) umgeht. Es ist immer wieder lehrreich und beeindruckend, wie Nalini aus einigen wenigen Konstellationen Persönlichkeiten charakterisiert und interpretiert. |
|
|
|
Am Freitagabend fand die Mitgliederversammlung der DGVA statt. Nick Lewis und Gudrun Lewis-Schellenbeck, die beiden Gründer der DGVA, eröffneten die Sitzung. Nachdem die Vereinsatzung der DGVA besprochen und beschlossen wurde, hat man sich darauf geeinigt, den Vorstand der DGVA zu erweitern. Daraufhin wurden Gudrun Lewis-Schellenbeck als 1. Vorsitzende, Raffael Gil Brand als 2. Vorsitzender, Sphora McElros als Schatzmeister und Ingrid Schröder als Schriftführerin, sowie Pia Scheuermann, Andrea Dohrn und Maria Luise Mathis als Beiräte gewählt. Geplant sind ein verstärktes Engagement in Richtung Verbreitung und Förderung der vedischen Astrologie durch Lehre, Bildung, Forschung und Öffentlicharbeit sowie die Entwicklung beruflicher Qualitätsstandards. Werner Helbig hat die Erstellung einer Online-Zeitschrift übernommen, die neben interessanten Artikeln auch über die Verbandstätigkeit informieren soll. |
|
|
|
Am Samstag begrüßten Nicholas Lewis und Gudrun Lewis-Schellenbeck die zahlreichen Kongressteilnehmer und verliehen den erfolgreich Geprüften Ihre Urkunden. |
|
|
|
Vinay Aditya (Indien) sprach über "Saturn grimmig oder großartig" und eröffnete mit den 40 D s von Saturn, wie Delay (Verzögerung), Disappointment (Enttäuschung), Disgrace (Schande), Divorce (Scheidung), Desertion (Verlassenheit), Disgust (Empörung), Depression (Depression), Disease (Erkrankung), Degeneration (Degeneration), Disconnection (Trennung). Saturn wird offenbar mit vielen herausfordernden Begriffen assoziiert. Für bestimmte Aszendenten kann Saturn aber durch Disziplin, Konzentration und Ausdauer großartige Erfolge bringen, wenn bestimmte Konstellationen gegeben sind. |
|
|
|
Dann referierten Nicholas & Gudrun Lewis-Schellenbeck (D) unter dem Titel "Kaum gelandet und schon gestrandet" über sogenannte auffällige Jugendliche und stellten ihre Forschungsergebnisse vor, die überdurchschnittlich häufig die Konstellation eines verletzten Mondes und/oder einer versetzten Sonne in Zusammenhang mit den Mondknoten aufwiesen. Anhand der Beispiel-Horoskope wurde klar, dass die Rolle des Vaters offensichtlich eine bedeutsame Rolle spielt. |
|
|
|
Zeitgleich verschaffte uns Dipl. Psych. Raffael Gil Brand (D) in seinem hochphilosophischen Vortrag "Spirituelle Pfade im Horoskop" einen Blick in die Horoskope westlicher und spiritueller Meister. |
|
|
|
Nachmittags konnten wir dem Vortrag von Mag. Maria Luise Mathis (A) über "Dispositorenketten - das Lebensskript", den sogenannten roten Faden im Horoskop entnehmen. Sie zeigte anhand praktischer Beispiele auf, wie sich die Dispositorenketten des Sonnen-Tierkreises, also der Zeichenherrscher, zu den Dispositorenketten des Mond-Tierkreises, also der Nakshatrenherrscher, verhalten und so wertvolle Erkenntnisse in der Interpretation bilden. |
|
|
|
Anschließend brachte uns Nalini "Die tiefere Bedeutung und Anwendung des Panchangs" nahe. Es wurde praktisch geübt, den idealen Zeitpunkt für die Eröffnung eines Geschäftes, einen Zahnarztbesuch und einen Kaiserschnitt auszuwählen. |
|
|
|
In der Parallelveranstaltung referierte Vinay Aditya über das Thema "Beruf und Berufung". Gerade heute ist die Berufswahl wichtiger denn je. Er beleuchtete die vielfältigen Punkte im Horoskop, an denen man erkennen kann, durch welche Fähigkeiten bzw. Tätigkeiten Erfüllung im Beruf erlangt werden kann. |
|
|
|
Den ersten Vortrag am Sonntag hielt James Kelleher (USA). In "Wie gelange ich mit dem Vimsottari Dasasystem zu klaren Aussagen" betonte er, dass die vollständige Horoskop-Interpretation vorrangig gemacht werden muss. Erst dann untersucht man die Natur des Dasa-Herrschers. In zweiter Linie wird dann wichtig, welche Häuser der Dasa-Herrscher regiert und schließlich wird seine Position im Rasi bzw. im Nakshatra berücksichtigt. |
|
|
|
Mit "Muhurta aus der Praxis für die Praxis" lehrte uns Nalini abermals, wie man die günstigsten Tage für bestimmte Vorhaben auswählt. Das wichtigste dabei, betonte Nalini, ist der Aufenthalt des Mondes in einem für das Vorhaben geeigneten Nakshatra. Dann sollte man die Herrscher der Häuser 1, 5 und 9 in gute Positionen bringen. Die Sonne im Aufgang und Jupiter direktläufig sind für die Realisierung der meisten Vorhaben förderlich. |
|
|
|
In "Die Vargas wie kann ich mit Hilfe der Vargas ein Horoskop deuten und genaue Prognosen treffen?" beleuchtete James Kelleher ein wichtiges Deutungsinstrument der vedischen Astrologie. Neben den verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten des Navamsas (D 9), des wichtigsten Unterhoroskops für Partnerschaft und spirituelle Entwicklung, gilt es das richtige Varga für das gefragte Thema zu wählen, wie z.B. das Hora (D2) für Geldangelegenheiten, das Dasamsa (D 10) für berufliche Fragen und das Dwadasamsa (D 12) für Themen des Karmas und der Herkunftsfamilie. |
|
|
|
Den Abschluss des Kongresses bildete eine Podiumsdiskussion mit allen ReferentInnen. Am meisten interessierte die Frage, wo man im Horoskop den oder die 2., 3., 4., etc. Partner/in findet. Nachdem es in den klassischen Schriften zu diesem Thema kaum Hinweise gibt, haben die meisten Referenten von ihren teils erheiternden Erfahrungen aus Ihrer Beratungspraxis berichtet. |
|
|
|
Am Montag nach dem Kongress hielt James Kelleher einen Workshop zum Thema, "Die Nakshatras der lunare Zodiak" und brachte uns sein tiefes, bildhaftes Verständnis der 27 Mondkonstellationen nahe. An vielen Horoskopen demonstrierte er, wie man die Nakshatras in die Deutung eines Horoskops einbezieht, und so ganz konkrete Hinweise auf die wichtigsten Charaktereigenschaften erhält. Oft fand er Parallelen zwischen der mythologische Geschichte der das Nakshatra des Mondes oder des Aszendenten regierenden Gottheit und der Lebensgeschichte des untersuchten Horoskopeigners. |
|
|
|
Wer noch das eine oder andere nachlesen wollte, der fand in Nick Lewis Indologischer Buchhandlung eine reiche Auswahl (www.indologische-buchhandlung.de). |
|
|
|
So konnten wir auf diesem Kongress in einer herzlichen und gemütlichen Atmosphäre von profunden, namhaften AstrologInnen profitieren. Wir danken den Veranstaltern für Ihre Mühe und vor allem Gudrun Lewis-Schellenbeck und Dipl. Psych. Raffael Gil Brand für Ihre ausgezeichneten Übersetzungen. |
|
|
|
(c) Maria Luise Mathis |